Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lübeck

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Inhalt: Sanierung der Nordermole Travemünde

Nach dem Neubau der Verkehrszentrale und dem Ersatz der Nordermolenbake startete das Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck im Oktober 2013 der Sanierung der Nordermole die dritte Baumaßnahme in Travemünde.

Allgemeiner Zustand des Bauwerkes:
Die 1. Molenverlängerung wurde 1959 / 1960 gebaut und ist ca. 1180 m lang, die 2. Molenverlängerung mit ca. 190 m Länge wurde 1963 / 1964 gebaut.
Der Stahlbetonüberbau ist in einem dem Alter entsprechendem guten Zustand. Nur die Dehnungsfugen zwischen den Blöcken berühren sich an den Stirnseiten. Dadurch ist es wiederholt zu Abplatzungen an den Fugen gekommen. Um dies zu vermeiden ist ein zwängungsfreies Dehnen bei Temperaturunterschieden zu ermöglichen. Die Blockfugen werden darum nachgeschnitten und die elastische Fugendichtung erneuert.

Vor ca. 19 Jahren wurden die Stahlbetondeckenplatten durch auftragen eines Betonmörtels saniert. Der Verbund ist nicht mehr ausreichend gegeben. Durch Abplatzungen sind Unebenheiten entstanden, die eine Stolpergefahr darstellen. Um die Verkehrssicherheit wieder herzustellen wird auf die Oberfläche ein Gußasphaltbelag aufgebracht.
Die Betoninstandsetzung umfasst des Weiteren die Wellenschutzwand, die Holme und die Molenplatte auf der gesamten Länge.

Die vorhandene Kabelschutzrohrstrecke von 450 m Länge ( davon ca. 190 m auf der Mole) aus den Jahren 1959 / 1960 und 1963 ist versandet und zerstört. Ebenso alt sind die Elektrokabel, die auf Grund ihres Alters zu Störungen der Stromversorgung der Nordermolenbake führen. Auch ist eine Versorgung der Geländerbeleuchtung nicht mehr möglich. Die vorhandene alte Schutzrohrtrasse kann nicht mehr mit E-Kabeln neu belegt werden und wird erneuert. Ebenso wird die Stromversorgung für die Geländerbeleuchtung wieder hergestellt.

 

Schwerpunkt der im Oktober 2013 beginnenden umfangreichen Sanierungsarbeiten ist die Instandsetzung des Betonüberbaus. Die Arbeiten beginnen mit dem Freilegen der Fugen. Die teilweise erheblichen Betonausbrüche am Molenbauwerk werden zum Schutz der Bewehrung saniert. Die Kabelschutzrohrstrecke für die elektronische Versorgung der Nordermolenbake und der Molenbeleuchtung wird neu verlegt.
Als Abschluss der Arbeiten werden die Verkehrsflächen erneuert. (Aufbringen eines Gussasphaltbelages).

Der Zugang zur Strandpromenade bleibt in Absprache mit dem Kurbetrieb Travemünde soweit wie möglich erhalten. Die Fertigstellung sieht der Bauzeitenplan für Mitte Juni 2014 vor.

Die Baukosten sind mit insgesamt rund 600.000 Euro veranschlagt.

Detail-Präsentation der baulichen Umsetzung
Autoren:
Lars Fokuhl, Bautechniker beim WSA Lübeck
Thomas Meiburg, Elektromeister beim WSA Lübeck