Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lübeck

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Inhalt: Technische Daten

Hubbrücken 2

Die Eisenbahnhubbrücke, die Straßenhubbrücke und die Fußgängerbrücke wurden in den Jahren 1896 bis 1900 errichtet.

Die Eisenbahnbrücke dient der Überführung der Hafenbahn und die Straßenhubbrücke der Überführung der Hafenstraße über den Elbe-Lübeck-Kanal. Damit der Fußgängerverkehr auf dem Hafenkai durch das Heben der Hubbrücken keine Unterbrechung erfährt, ist unmittelbar neben den Hubbrücken noch eine genügend hoch angelegte und durch Treppen zugänglich gemachte feste Fußgängerbrücke vorhanden. Diese dient zugleich zur Überführung aller erforderlichen Versorgungsleitungen.

Hauptabmessungen Fußgängerbrücke Straßenhubbrücke Eisenbahnhubbrücke

Stützweite

42,24 m 42,24 m 45,00 m
Breite zwischen den Hauptträgern 3,30 m 7,95 m 5,85 m
Eigengewicht der Brücke 52,3 t 245,0 t 258,0 t
Durchfahrtshöhe in oberer Hubstellung 5,40 m 5,40 m 5,40 m
Gewicht der Gegengewichte   268,0 t 285,0 t

Kolben der Hubbrücken

Blick unter die Eisenbahnhubbrücke (im Vordergrund Hubzylinder und Stützspindeln)

Die Eisenbahnhubbrücke wird zur Zeit mit einem schwersten Lastenzug G (Eisenbahn-Dienstanweisung 804 aus dem Jahre 1940) befahren, und zwar mit 98 Gesamtmaschinenlast und 16 t Achsdruck.

Die lichte Durchfahrtshöhe der Straßenbrücke für den Straßenverkehr beträgt 4,50 m . Die Straßenbrücke ist nach DIN 1072 in die Brückenklasse 30/30 eingeordnet und kann Fahrzeuge nach EG-Richtlinien bis zu 44 t Gesamtlast und bis zu 30 km/h Geschwindigkeit tragen.

Die Fahrbahn der Straßenbrücke ist asphaltiert, die der Eisenbahnbrücke besteht aus Bohlenbelag. Das Bahngleis ist mit 250 m Krümmungshalbmesser über die Eisenbahnbrücke geführt. Die Hubhöhe beträgt ab Ruhestellung bei der Eisenbahnbrücke 4,20 m, bei der Straßenbrücke 3,20 m.

Innenaufnahme der Hubbrücke (18682 Bytes)

Jede der beiden Hubbrücken wird - zwischen Rollbahnen in senkrechten U-Eisen am Pfeilermauerwerk geführt - durch zwei hydraulische Hubzylinder, die unter den beiden Endquerträgern in der Brückenschwerachse angebracht sind, gehoben. Die Brücken stehen mit je einem im stadtseitigen Führungsturm (Maschinenhaus) untergebrachten Gegengewicht über ein Hydrauliksystem im Gleichgewicht. Das Heben und Senken der Brücken erfolgt durch Elektromotoren dergestalt, dass zum Heben die Gegengewichte mittels Zahnstangenantriebes abwärts gedrückt und zum Senken dagegen aufwärts gehoben werden.

Durch vier Schraubenspindeln, von denen sich je eine an den vier Brückenecken unter den Endquerträgern befindet, können die Brücken bei längerer Hochstellung oder im Notfall abgestützt werden. Auch sind Einrichtungen vorhanden, um die Hubbrücken in jeder Stellung mittels der Spindeln selbsttätig abfangen und abstützen zu können, falls eine Betriebsstörung oder ein anderer Umstand dieses erfordert.

Eine spezifizierte technische Beschreibung im PDF-Format (550 kB) können Sie hier abrufen.

Die Öffnungszeiten finden Sie auf der Seite Durchfahrtsbestimmung.